
Das Madonnenbild von Hans Holbein dem Jüngeren im Chor der Johanniterkirche * Foto: Ralf Snurawa/cc
Geschätzte 50 Millionen Euro soll der Unternehmer Reinhold Würth für die „Madonna des Bürgermeisters Jacob Meyer zum Hasen“ persönlich an das Adelshaus Hessen gezahlt haben. Seit zehn Jahren stand das zuletzt im Darmstädter Schlossmuseum zu sehende Bild zum Verkauf.
Mit dem Land Hessen konnte keine für die Erbengemeinschaft um Prinz Donatus von Hessen ausreichend hohe Summe ausgehandelt werden. 40 Millionen Euro war da das letzte Gebot für das neben Raffaels Madonna wohl bedeutendste erhaltene Bild aus der Zeit der Renaissance.
Als der Verkauf an Reinhold Würth und dessen Kunsthalle bekannt wurde, hagelte es deswegen Kritik. Allerdings ist mit dem Kunstmäzen aus der Wirtschaft kein Käufer angetreten, der das Bild hinter Tresortüren verstecken möchte.
Es wird ab Sonntag, den 22. Januar, nach einer großen Eröffnungsinszenierung öffentlich in der Johanniterkirche von Schwäbisch Hall zu bewundern sein – mittels Abdunklungsmaßnahmen und ausgeklügeltem Lichteinsatz fast ein wenig zu effektvoll im Chor dieser ehemaligen Kirche aus gotischer Zeit inszeniert.
Kunsthistorikerin Beate Elsen von der Kunsthalle Würth gab bei der Pressekonferenz zur Präsentation eine kleine Einführung zu Bild und Maler Hans Holbein dem Jüngeren.
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